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Bauen ist ein Kampf mit dem Wasser (Raimund Probst)
Bei der Auswahl geeigneter Lackfarben werden diverse Kriterien herangezogen wie Licht- und Wetterbeständigkeit, Glanzhaltung, Kratz- und Stoßbeständigkeit, Reinigungsfähigkeit, Verarbeitung, Trocknung und viele weitere. Auch wenn Lacke heutzutage hochentwickelt sind, gibt es keinen Lacktyp, der alle Anforderungen in allen Situationen bestmöglich erfüllt. Alkydharzlack ist nach wie vor einer der beliebtesten Bautenlacke. Dieser zeichnet sich i.d.R. durch einfache Ver- arbeitung, guten Verlauf, Standvermögen, sowie ausreichende Beständigkeit gegen übliche Einflüsse aus. Neben einer schlechten Alkalibeständigkeit neigt der Alkydharzlack aber auch zur Dunkelvergilbung (bei wasserverdünnbaren wie auch bei lösemittelhaltigen Systemen). Die Dunkelvergilbung wird bei der Lackauswahl manchmal übersehen. Vergilbungserscheinungen sind typisch für ölhaltige Alkydharzlacke und gut sichtbar bei sehr hellen Anstrichen (beson- ders weiße) oder bei Klarlacken. Auch PU-Alkydharzlacke (PU-verstärkt o.ä.) sind i.d.R. betroffen. Die Lichtsituation spielt eine Rolle, denn unter Lichtabschluss oder wenig Lichtangebot kann Dunkelvergilbung entstehen, so z.B. in Kellerräu- men, bei Schiebetüren in Mauertaschen, an den Innenseiten wenig begangener Räume (Abstellräume, Speicher), usw. Dunkelvergilbung ist bei Verwendung von natürlichen Ölen in Alkydharzlacken materialtypisch, egal ob das Produkt was- ser- oder lösemittelverdünnbar ist. Ist mit Dunkelvergilbung zu rechnen, sollte auf andere Bindemittelsysteme zurückgegriffen werden. (zurück)

Alkydharzlacke neigen zu Dunkelvergilbung

(06.03.20)