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„Billig ist teurer als richtig“

13.05.19

Raimund Probst ()

WDVS - Temperaturen beachten?

01.05.19

Verarbeiter von WDVS sind oft der Meinung, daß sie den herrschenden Temperaturen keine Beachtung schenken müssen. Dabei ist dies durchaus wichtig. In bauaufsichtlichen Zulassungen stehen sogar Sätze wie dieser: „Bei der Verarbeitung und Erhärtung dürfen keine Temperaturen unter +5 °C auftreten“. Ich habe selbst schon erlebt, daß ein Verarbeiter, auf zu niedrige Temperaturen angesprochen und mittags im Auto sitzend, sagte: „Was wollen, ist warm“ und zeigte auf sein Thermometer, das sich im Auto befand. Gegen soviel Ignoranz ist natürlich kein Kraut gewachsen, solche Menschen sind nicht zu überzeugen. Jeder andere sollte sich aber vergegenwärtigen, daß durch zu niedrige Temperaturen Schäden am Kleber, am Unterputz, am Oberputz, ja auch an den Anstrichen (die teils schon zulassungsrelevant sind) entstehen können, je weiter die Temperaturen unterschritten werden. Zu beachten ist, daß sich die Mindesttemperaturen nicht nur auf die Luft beziehen, sondern auch auf den Untergrund. Zudem müssen sie während der gesamten Erhärtungsphase vorliegen. In der Nacht wird es halt gerne kälter als tagsüber. Und wasserhaltige Mörtel brauchen bei tiefen Temperaturen länger zur Erhärtung als bei Normaltemperaturen. Man muß sich also informieren über die voraussichtlichen Temperaturen der nächsten Tage an seinem Ort. Das Internet bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Je näher die vorhergesagten Temperaturen sich den +5 °C annähern, desto vorsichtiger sollte man sein. Die Exaktheit von Wettervorhersagen ist ja bekanntlich auch nicht gerade hoch. Unterschreitungen können also auch dann vorkommen.

RAL-Farben - keine Toleranzen?

22.04.19

Laien aber auch Profis in Sachen Farbe sind oft der Meinung, daß die Bestimmung eines gewünschten Farbtones durch eine Mustertafel exakt sei. Dem ist nicht so. Selbst die bekanntesten und am häufigsten angewendeten Farbmuster des RAL lassen dies nicht zu. Das „RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V.“ äußerte sich dazu schon vor langer Zeit (Auszüge): „Grundsätzlich gibt es keine normative Festlegung von zulässigen Farbabweichungen. Einzige Ausnahme ist die DIN 6175, die Farbgrenzen für die Reparaturlackierung von Kraftfahrzeugen beschreibt, allerdings sehr großzügig ist. … daß der RAL keine Grenzen vorschreibt, jenseits derer eine RAL-Farbe eben keine mehr ist. … Der RAL [gibt] auch keine Farbtoleranzen vor, da diese branchenspezifisch unterschiedlichen Anforderungen unterliegen.“. Vereinbart man Farbtöne, sollte man immer die Toleranzgrenzen festlegen, innerhalb derer sich Abweichungen bewegen dürfen. Niemals wird jedoch ein und derselbe Farbton auf unterschiedlichen Gegenständen (bspw. Anstrich und Textilien oder Wandanstrich und Türlackierung) auch ganz exakt gleich erscheinen (können). Man sollte zudem den Fehler vermeiden, Farbtöne nach Mustern in Fingernagelgröße auszuwählen. Die Wirkung in großer Fläche ist in aller Regel überraschend anders als gewollt. Farbe ist nur ein Sinneseindruck und Sinne lassen sich täuschen. Für einfarbige Beschichtungsstoffe und Beschichtungen in und an Bauwerken gibt es eine Richtlinie (BFS-Merkblatt Nr. 25 vom August 2003). Darin werden „zulässige“ Abweichungen beschrieben und begründet.

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rund um den Bau

An dieser Stelle schreibe ich in losen Abständen über Neuigkeiten, Kurioses, Wissenswertes, Fachliches, Rechtliches, vielleicht auch Lustiges, nicht nur aus meinem Handwerk, rund um den Bau. Ab und an mal reinschauen lohnt womöglich.
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„Billig ist teurer als richtig“

13.05.19

Raimund Probst ()

WDVS - Temperaturen beachten?

01.05.19

Verarbeiter von WDVS sind oft der Meinung, daß sie den herrschenden Temperaturen keine Beachtung schenken müssen. Dabei ist dies durchaus wichtig. In bauaufsichtlichen Zulassungen stehen sogar Sätze wie dieser: „Bei der Verarbeitung und Erhärtung dürfen keine Temperaturen unter +5 °C auftreten“. Ich habe selbst schon erlebt, daß ein Verarbeiter, auf zu niedrige Temperaturen angesprochen und mittags im Auto sitzend, sagte: „Was wollen, ist warm“ und zeigte auf sein Thermometer, das sich im Auto befand. Gegen soviel Ignoranz ist natürlich kein Kraut gewachsen, solche Menschen sind nicht zu überzeugen. Jeder andere sollte sich aber vergegenwärtigen, daß durch zu niedrige Temperaturen Schäden am Kleber, am Unterputz, am Oberputz, ja auch an den Anstrichen (die teils schon zulassungsrelevant sind) entstehen können, je weiter die Temperaturen unterschritten werden. Zu beachten ist, daß sich die Mindesttemperaturen nicht nur auf die Luft beziehen, sondern auch auf den Untergrund. Zudem müssen sie während der gesamten Erhärtungsphase vorliegen. In der Nacht wird es halt gerne kälter als tagsüber. Und wasserhaltige Mörtel brauchen bei tiefen Temperaturen länger zur Erhärtung als bei Normaltemperaturen. Man muß sich also informieren über die voraussichtlichen Temperaturen der nächsten Tage an seinem Ort. Das Internet bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Je näher die vorhergesagten Temperaturen sich den +5 °C annähern, desto vorsichtiger sollte man sein. Die Exaktheit von Wettervorhersagen ist ja bekanntlich auch nicht gerade hoch. Unterschreitungen können also auch dann vorkommen.

RAL-Farben - keine Toleranzen?

22.04.19

Laien aber auch Profis in Sachen Farbe sind oft der Meinung, daß die Bestimmung eines gewünschten Farbtones durch eine Mustertafel exakt sei. Dem ist nicht so. Selbst die bekanntesten und am häufigsten angewendeten Farbmuster des RAL lassen dies nicht zu. Das „RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V.“ äußerte sich dazu schon vor langer Zeit (Auszüge): „Grundsätzlich gibt es keine normative Festlegung von zulässigen Farbabweichungen. Einzige Ausnahme ist die DIN 6175, die Farbgrenzen für die Reparaturlackierung von Kraftfahrzeugen beschreibt, allerdings sehr großzügig ist. … daß der RAL keine Grenzen vorschreibt, jenseits derer eine RAL-Farbe eben keine mehr ist. … Der RAL [gibt] auch keine Farbtoleranzen vor, da diese branchenspezifisch unterschiedlichen Anforderungen unterliegen.“. Vereinbart man Farbtöne, sollte man immer die Toleranzgrenzen festlegen, innerhalb derer sich Abweichungen bewegen dürfen. Niemals wird jedoch ein und derselbe Farbton auf unterschiedlichen Gegenständen (bspw. Anstrich und Textilien oder Wandanstrich und Türlackierung) auch ganz exakt gleich erscheinen (können). Man sollte zudem den Fehler vermeiden, Farbtöne nach Mustern in Fingernagelgröße auszuwählen. Die Wirkung in großer Fläche ist in aller Regel überraschend anders als gewollt. Farbe ist nur ein Sinneseindruck und Sinne lassen sich täuschen. Für einfarbige Beschichtungsstoffe und Beschichtungen in und an Bauwerken gibt es eine Richtlinie (BFS-Merkblatt Nr. 25 vom August 2003). Darin werden „zulässige“ Abweichungen beschrieben und begründet.