© 2011-2012  |  online seit 2001  |  letzte Änderung: 19.02.2012  |  erstellt mit Xara Designer Pro 7 Werkzeuge für Gitterschnittprüfungen, ausgeführter Gitterschnitt, Vergleichsbilder. Gitterschnitte mit 3 mm Schnittabstand (nach Norm für Schichten ab 0,121 mm bis 0,250 mm; Lackdicke hier 0,185 mm) erbringen Kennwerte von 3-5 (ausreichend wären 0-2 max.). Dies zeigt die unzureichende Anhaftung der Lackschicht auf. Auch an verdeckten Oberflächen unter dem Drückerschild löst sich der Lack rings um das Schraubloch. Unten liegt die Holzwerkstoffoberfläche frei (nach Abschleifen der Grundierung), oben zeigt sich noch das Schadensbild an der Profilleiste. Gitterschnitt-Kennwert bei 3 mm Abstand: hier 5 (über 65 % abgeplatzte Prüffläche; Prüffläche = 25 Schnittquadrate, nicht außerhalb). Selbst bei größerem Schnittabstand 4 mm (nicht normgerecht), ergibt sich immer noch ein (sehr schlechter) Kennwert von 4. ERGEBNIS: Die Lackablösungen sind auf eine unzureichend stabile werksseitige Grundierung zurückzuführen. Neue, werksseitig grundierte und handwerklich hochwertig endlackierte Zimmertüren weisen nach etwa 1 Jahr beginnende Lackablösungen auf (Pfeile), die sich allmählich ausweiten. Schadensbild aus der Nähe. Schadensbild aus der Nähe. Schadensbild aus der Nähe. Auffällig ist, daß immer nur die glatten Sichtflächen betroffen sind, nicht aber die aufgesetzten Profilleisten. Schadensbild nach dem Entfernen loser Lackschichten. Auffällig ist, daß immer eine weißliche Schicht unter den Lackablösungen freigelegt wird. Im Querschnitt eines Türblatts ist gut zu erkennen, daß die Profilleisten in eine nachträglich engefräste Nut eingesetzt sind. Die werksseitige Grundierung ist dort also nicht mehr vorhanden. Die Türblattfälze sind mit einer Grundierfolie anders als die Sichtflächen grundiert. An der Sichtflächenkante (oben rechts, Pfeil) ist die beginnende Lackablösung zu erkennen. Schadensbild aus der Nähe. Auffällig ist, daß immer nur die glatten Sichtflächen betroffen sind, nicht aber die aufgesetzten Profilleisten. Profilleisten sind nachträglich eingefräst eingesetzt worden, damit weisen sie keine werksseitige Grundierung an der Oberfläche auf. Nach dem Abnehmen der losen Lackschichten mit dem Klebeband zeigt sich die verbleibende, sich spaltende werksseitige Grundierungsschicht. Bei näherer Betrachtung zeigen sich an Bruchrändern immer 2 Schichten (Pfeile), die Lackschicht (am Klebeband) und die sich spaltende Grundierung. An den Rändern der Profilleisten zeigt sich, daß die Lackschicht vollständig Sichtflächen und Profilleisten überspannt. Die Abrißlinie ist exakt entlang der Profilleisten. Auf der rechten Profilleiste liegt ein loser Lacksplitter an der Innenkante. Nach kurzem Schaben ist die verbleibende Restgrundierungsschicht (weißlich) von der Holzwerkstoffoberfläche entfernt. An der Rückseite der abgelösten losen Lackschicht (am Klebeband klebend) zeigt sich durchweg eine feine, mehlige, dünne Schicht, die sich spaltende Grundierung. Lackschaden an Zimmertüren